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Ein Fest feiern

Ein Fest feiern, weil eine Blume sich nicht vor dem Sturm beugt und mit Inbrunst dem Herbst entgegen blüht, weil ein Regentropfen von der Nase purzelt, weil eine freundliche Kundin anruft, ein Auftrag abgeschlossen ist, ein Regenbogen die Erde verzaubert.

Ein Fest feiern, weil ein Kind lacht und Fran singt und weil gerade noch mal alles gut gegangen ist. Weil die Suppe schmeckt und der Wein im Glas funkelt. Und weil die Sehnsucht im Herzen brennt.

Ein Fest feiern, weil eine Stimme aus einem fernen Königreich mitten ins Herz geht und weil du da bist und lachst.
Ein Fest feiern, weil jeder Tag ein neuer Anfang ist.

httpv://www.youtube.com/watch?v=G1f2M5G9KG8&feature=related

Lago di Garda

Der erste Augenblick Nach 21 Jahren ist der erste Blick auf den Gardasee aus dem Norden kommend noch genauso faszinierend wie damals. Der kleine Parkplatz etwas erhöht liegend ist noch immer da und lädt ein, den ersten Moment tief einzuatmen.

Die Anstrengung der langen Fahrt ist wie weg gepustet. Man möchte einfach eintauchen. Eintauchen in die Kühle und das Blau.
In den Städten um das Seeufer pulst im Hochsommer der Tourismus. Keine Ecke, die nicht mit genutzt würde und mit Tischen und Stühlen und emsigen Kellnern oder zumindest kleinen Läden mit allerlei Schönem, Nützlichen und Firlefanz.
Stille ist kaum zu finden, aber dafür Lachen, Leben, Fröhlichkeit.

Sirmione
Trost der vielen Menschen wirken die Städtchen nicht überfüllt und verstopft. Und auch die unzähligen Nippesläden mit kitschigen Andenken und unnützen grellbunten Badeutensilien nehmen den Orten nichts von ihrem Reiz.

Überall gibt es wunderschöne alte Häuser und Villen, reichlich mit Blumen geschmückt und Plätze, die verzaubern. In den Vormittagsstunden ist es noch ruhig, man hört mehr Italiener als Niederländer und Deutsche und findet auch schnell einen Parkplatz. Am Nachmittag fühlen sich die Strände explosionsartig und abends ist es bisweilen schwierig, in einem Restaurant einen Platz zu ergattern.

Ruhe findet man nördlich des Sees. Eingekuschelt in die Berge liegt der „Lago di Tenno“ im Hinterland von Riva. Das Wasser funkelt wie ein Smaragd. Ein wenig versteckt und nicht so gut zugänglich, ist der Ort weithehend frei von Tourismus.
Hier gelingt es noch in eine Oase der Ruhe einzutauchen.

Weitere Fotos auf www.mague.de

Sozusagen grundlos vergnügt

Ich freue mich, dass am Himmel Wolken ziehen
und dass es regnet, hagelt, stürmt und schneit.
Ich freue mich auch zur grünen Jahreszeit
Wenn Heckenrosen ud Holunder blühen.
Dass Amseln flöten und Bienen summen,
dass Mücken stechen und dass Brummer brummen.
Dass rote Luftballons ins Blaue steigen,
dass Spatzen schwatzen und dass Fische schweigen.
Ich freu mich, dass der Mond am Himmel steht
und dass die Sonne täglich neu aufgeht.
Dass Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter
gefällt mir wohl, da steht ein Sinn dahinter,
auch wenn die Neunmalkugen ihn nicht sehn,
man kann nicht alles mit dem Kopf verstehn.
Ich freu mich, das ist des Lebens Sinn,
ich freu mich vor allem, dass ich bin.
In mir ist alles aufgeräumt und heiter,
die Deele blitzt, das Feuer ist geschürt,
an solchen Tagen erklettert man die Leiter,
die von der Erde in den Himmel führt.
Da kann der Mensch, wie es ihm vorgeschrieben,
weil er sich selber liebt, den Nächsten lieben.
Ich freu mich, dass ich mich an das Schöne
und an das Wunder niemals ganz gewöhne.
Dass alles so erstaunlich bleibt und neu.
Ich freu mich, dass ich,
dass ich mich freu.
(Mascha Kaleko)